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Die Sozialpädagogisch Betreute Schülergruppe

(SBS-Gruppe)

als Angebot der Schulsozialarbeit

 

SchülerInnen der Klassenstufen 5-7 aller Schularten mit besonderen sozialen Auffälligkeiten und Schwierigkeiten in der Schule und insbesondere im außerschulischen Bereich werden in Absprache mit der zuständigen Lehrkraft (eventuell auch in Absprache mit der Schulleitung) und den Erziehungsberechtigten zur Teilnahme an der SBS - Gruppe verpflichtet.

 

 

Hier links Christine Graf und Inga Metselaar

Die Aufnahmekriterien für SchülerInnen legt ausschließlich die Schulsozialarbeit fest. Unter anderem können dies sein:

 

         Schüler, die Begleitung und Strukturen im Alltag benötigen

         Schüler, die aus unterschiedlichen Gründen von den Eltern bzw. ihren

                   Bezugspersonen nicht ausreichend betreut, begleitet oder versorgt werden

         Schüler, die sich in schwierigen Lebens- und Familiensituationen befinden

         Schüler, die Unterstützung im Sozial- und Leistungsverhalten benötigen

         Schüler, die in ihrem Lebensraum auffällig geworden sind

         etc.

 

Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Betreuungsplätzen in der SBS-Gruppe. Insgesamt 14 Plätze, welche wie folgt aufgeteilt sind:

 

- acht Plätze für die Werkrealschule

- zwei Plätze für die Förderschule

- zwei Plätze für die Realschule

- zwei Plätze fürs Gymnasium

 

Dieses Angebot ist kostenfrei für die Eltern.

 

Für die SchülerInnen bedeutet die Betreuung:

 

Montag bis Donnerstag melden sich die SchülerInnen nach Unterrichtsschluss bei der Schulsozialarbeit im KUH-L. Diese koordiniert und kontrolliert den weiteren Tagesablauf in den verschiedenen Betreuungsangeboten. Ein Laufzettel, den jeder Schüler erhält ermöglicht die Kontrolle und sichert die Weitergabe von Informationen.

 

         Hausaufgabenbetreuung durch Lehrkräfte der jeweiligen Schule (nur an Tagen

ohne Nachmittagsunterricht, WRS und FÖS gemeinsam)
         Mittagessen-Angebot in der Mensa (auf eigene Kosten)

         Freizeitangebote in der „KUH-L Wiese“ der Schulsozialarbeit

Freizeitangebote im GT-Bereich der jeweiligen Schule
         Freizeitangebote im offenen Angebot des Bildungszentrums
         Freizeitangebote in der Bewegungseinheit der Mensa 

Eine klare Tagesstruktur, ein fester alltäglicher Rahmen, Regeln sowie verlässliche Bezugspersonen vermitteln Orientierung, Halt und Sicherheit. SchülerInnen, die sonst ein eher unkontrolliertes Freizeitverhalten haben, sind durch die SBS–Gruppe an vier Tagen mindestens bis 14.00 Uhr auf dem Schulgelände pädagogisch betreut.

Die Schulsozialarbeit arbeitet während ihrer Betreuungszeiten im Aufenthaltsraum „KUH-L Wiese“ an einer Verbesserung des Sozial- und Freizeitverhaltens der SchülerInnen.

 

 

Zudem ermöglicht die Betreuung in der SBS-Gruppe eine zeitnahe Aufarbeitung aktueller Vorkommnisse in intensiven Gesprächen (Konfliktbearbeitung, Ansprechbarkeit und Beratung in allen Lebenssituationen der SchülerInnen). Diese „pädagogische Nähe“ zu den SchülerInnen beinhaltet dann auch in der erzieherischen Konsequenz schnellere Gesprächstermine mit den Erziehungsberechtigten zu Klärung von Vorfällen, rechtzeitige Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt oder anderen Hilfe anbietenden Institutionen.

 

Diese sozialpädagogische Maßnahme der Schulsozialarbeit stellt eine Vorstufe zu erzieherischen Hilfen der Jugendhilfe dar. Das Angebot der SBS - Gruppe sichert häufig den Verbleib an der öffentlichen Schule und wirkt präventiv gegen deviantes, also von der Norm abweichendes Verhalten.

 

Soziales Kompetenztraining

 

Hier wird im Rahmen eines zusätzlichen Nachmittages ein Soziales Kompetenz Training von den Schulsozialarbeiterinnen Frau Graf und Frau Metselaar angeboten. Das Training findet jeweils mittwochs von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr in zwei Gruppen statt.

Dieser Nachmittag ist verpflichtend für alle SBS - Schüler. Auch hier soll intensiv an einer Verbesserung des Sozial- und Freizeitverhaltens gearbeitet werden.

 

Soziales Kompetenztraining ist ein ambulantes Angebot für Kinder- und Jugendliche beiderlei Geschlechts, für die es notwendig ist, sich den zunehmenden Herausforderungen eigener Lebensgestaltung zu stellen. Das Überwinden von Entwicklungsschwierigkeiten, das Einüben sozialer Fähigkeiten sowie die Vorbeugung von Einsamkeit und Isolierung stehen im Mittelpunkt dieses Angebotes. Gemeinsam werden aktuelle und lebensnahe Themen erarbeitet mit dem Ziel, neue Sichtweisen und Handlungsalternativen zu entwickeln und vorhandene Ängste abzubauen. Die Präsenz der Schulsozialarbeit vor Ort und die unbürokratischen und niederschwelligen Zugangsmöglichkeiten sind die besondere Qualität und Stärke dieses Angebotes. Die verschiedenen und vielfältigen Handlungsfelder variieren von Schüler zu Schüler und verändern sich im Laufe der Zeit.

 

So unter anderem:

—   Knüpfen und erhalten sozialer Kontakte

—   Beziehungsnähe und –Distanz einüben

—   Lösungs- und Konfliktfähigkeit erlangen

—   Kommunikationsfähigkeiten trainieren

—   Selbstverantwortung übernehmen

—   das eigene Leben gestalten (Lebensweltorientierung)

—   Verbindlichkeit und Kontinuität erlernen

—   Wertschätzung und Akzeptanz erlernen und erlangen

—   Regeln und Grenzen erfahren und Umgang damit erlernen

—   Umgang mit Emotionen (Frustration, Aggression, Ängste,…)

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. Januar 2012 um 09:56 Uhr
 

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